Wir suchten einen Ort, zum Ruhe finden, umgeben von ganz viel Natur und möglichst untouristisch. Gefunden haben wir diesen Ort in Stokkoya/Norwegen!

Unser Sommerreiseziel 2018 war eine Spontanentscheidung und hat sich als eines der besten Reiseziele entpuppt, die wir bisher erkundet haben.

Die Anreise war etwas mühsam, aufgrund vom gecancellten Flug nach Trondheim mussten wir eine Nacht in Oslo übernachten. Unsere Kinder fanden diesen Umweg besonders spannend, denn das Hotel und das Frühstück war richtig toll! Als wir unser Mietauto in Trondheim abgeholt haben und Chris uns nach anfänglichem Durchrütteln aufgrund von dem Automatikgetriebe  dann doch sicher nach Stokkoya gefahren hat, staunten wir am nächsten Tag nicht schlecht, als wir die Lage der Hütte bei Tageslicht sahen. Mitten im Nirgendwo, auf einer Insel in Norwegen, umringt von Wald und Feldern inklusive Meerblick. Einfach nur Wow!

Die Hütte haben wir über AirBnB gebucht, rückblickend fast schon ein Schnäppchen. Es war alles im Top Zustand, der Vermieter war super nett und durch Emailkontakt jederzeit erreichbar. Direkt hinter der Hütte lag der Wald mit einem riesigen Wasserfall und einem kleinen See. Auf der anderen Seite sah man das Meer und das täglich vorbeifahrende Hurtigrutenschiff war eines der absoluten Highlights bei den Kindern.

Noch nirgends haben wir so eine unberührte Natur gesehen wie in Norwegen. Nicht mal in Neuseeland, denn dort gibt es einfach zuviele Touristen. In Stokkoya waren wir wirklich allein auf unserem Grundstück und im Wald. Täglich grasten unzählige Rehe mitsamt ihren Rehkitz direkt vor unserer Terassentür und der Fuchs ließ sich auch des Öfteren Blicken. Die Kinder standen täglich am Fenster und beobachteten die Rehe. Sie schwärmen heute noch davon! Im Wald war man Mutterseelenallein. Fast schon unheimlich. Manchmal hörte man es Knacken und Rascheln, denn alleine waren wir ja nicht. Wir hatten ganz viel Gesellschaft von den Waldtieren.

Wenn man durch Norwegen’s Wälder streift, stolpert man förmlich über Heidelbeeren, Cranberries und jede Menge Pilze. Man muss nicht wie hier in Österreich danach suchen, es wächst einfach überall. Hinter der Hütte wuchsen sogar wilde Himbeeren! Wir unternahmen täglich kleine Ausflüge oder Wanderungen im angrenzenden Wald. Die Kinder liebten es, einfach drauf loszustapfen und sich mit allem was die Natur so bietet zu spielen.

Stokkoya ist die Nachbarsinsel von Linesoya. Unsere absolute Lieblingsinsel. Man fährt entlang einer einspurigen Brücke übers Meer und hat das Gefühl, als taucht man in eine andere Welt ein.

Linesoya ist noch unberührter als Stokkoya, es gibt nur ganz wenige vereinzelte Hütten. Dominiert wird die Insel von Felsen, vielen Buchten und riesigen Feldern. Schafe laufen frei herum (wie fast überall in Norwegen)und die Rehe standen teilweise auch tagsüber gemütlich im Feld neben der Straße und ließen sich von uns nicht beeindrucken. Ein paar Eindrücke dazu könnt ihr auch in unserem Linesoya Video gewinnen. Auf dieser Insel fühlten wir uns pudelwohl, irgendwie fast schon heimelig. Ob beim Picknick im Feld, oder bei kurzen Wanderungen entlang der Buchten, wir waren jedes mal einfach nur glücklich. Eines Nachmittags machten wir es uns auf Felsen gemütlich. Plötzlich schwamm eine Robbe direkt auf uns zu. Wir staunten nicht schlecht,denn damit haben wir nicht gerechnet! Kurze Zeit später zeigten sich 2 Flossen weiter draußen. Schweinswale! Was für ein Anblick! Die Schweinswale tauchten über 2h in der Bucht herum, die Robbe spielte ein Stückchen weiter drüben zwischen dem Seegras.

Wir waren alle beeindruckt, niemals hätten wir damit gerechnet, diese Tiere so nahe in freier Wildbahn zu entdecken!

An Janas Geburtstag fuhren wir einige Stunden mit dem Auto, um ihren Wunsch, einen Nachmittag im Schwimmbad, zu erfüllen. Dabei hatten wir das Glück, einen Elch bei der Überquerung der Straße zu beobachten. Keine 3 Meter von unserem Auto entfernt! Es scheint, als wäre das das schönste Geburtstagsgeschenk für Jana gewesen zu sein, denn wenn sie von Norwegen erzählt ist diese Elchbegegnung das Erste von dem sie mit leuchtenden Augen erzählt.

Norwegen ist einzigartig. Aufgrund der Weite des Landes, braucht man unbedingt ein Auto oder noch besser ein Wohnmobil. Freistehen ist in Norwegen nämlich erlaubt.

Unser Fazit: Wir können Norwegen allen Naturliebhabern und freiheitsliebenden Menschen vollstens empfehlen.

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